Idee und Ablauf

Das Spiel hat drei Phasen:

  1. Themenfindung
  2. Erkundung des weiten Landes
  3. Ernte und Abschluss

Adventuria kann in unterschiedlichen Zeiträumen gespielt werden – von einem Nachmittag (3 Stunden) bis hin zu mehreren Tagen. Adventuria ist dabei modular aufgebaut. Es gibt also eine „Minimalvariante“, die die wichtigsten Kernorte enthält, sowie eine Vielzahl von Erweiterungsmöglichkeiten, die das „fremde Land“, das es zu entdecken gilt, mit mannigfaltigen Facetten ausstatten.

Das Spielkonzept sieht ein rhythmisches Pendeln zwischen Gefühl und Sprache vor: Innerhalb der großen Stadt findest du viele „handwerkliche“ Orte, an denen du an konkreten Worten, Sätzen und Formulierungen feilen kannst. Draußen, im „weiten Land“ hingegen erkundest du dein Gespür für das Thema. Im Anleitungsheft wird dies ausführlich und mit Beispielen beschrieben.

Das Spiel basiert auf den Prinzipien und Fragen des Erlebensbezogenen Denkens (Thinking at the Edge – „TAE“), ursprünglich entwickelt von Prof. Eugene T. Gendlin an der Universität Chicago. Die Methodik wurde von den deutschen AutorInnen des Spiels weiterentwickelt zur flexiblen Adaptation an unterschiedlichste fachliche Fragestellungen, und zur spielerischen Anwendung der ursprünglichen 14 TAE-Schritte in der Arbeit mit Gruppen.

Der starre Ablauf des ursprünglichen TAE wurde im Konzept von Adventuria geöffnet und mit Metaphern für die jeweilige Logik der Einzelschritte und einer magischen Geschichte, die „alles zusammenhält“, leicht und spielerisch anwendbar gemacht.

Systematisch selbst zu denken macht Spaß – in der Spielumgebung Adventurias entwickelt sich ein persönlicher Denkprozess, der die Sache auf den Punkt bringt – ganz wie von selbst.